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Mantrailing: Gruppe Elbe geht auf “Schnupperkurs”


Am 15. und 16. Juni war es soweit. Die Gruppe Elbe hatte ihr langersehntes Mantrainling-Seminar bei Klaus Hintze vom Mantrailing Nord e.V. Rettungshunde.

Das schöne am Mantrailing: Es ist für fast jeden Hund geeignet. So bestand die Hunde-Teilnehmer- Gruppe Elbe aus einem Dackel, einem Cavalier King Charles Spaniel, einem Boxer, drei Mischlingshunden jeder Größe sowie einer kleinen Münsterländerin (als Co-Trainer).

Um neun Uhr starteten wir im “Pferdestall” des Golfparks Weidenhof mit einem theoretischen Teil. Hier wurden grundsätzliche Dinge - wie das Startritual, das Suchverhalten des Hundes und die Aufgaben des Hundeführers - leicht verständlich vermittelt.

Nach einer kleinen Stärkung machten sich alle Zwei- und Vierbeiner auf den Weg in den Klövensteen. Dort fingen die ersten drei Hunde im Waldgebiet an.

Für den ersten Tag stellte sich unsere Nici als “Suchopfer” und Kamerafrau zur Verfügung. Begonnen wurde mit einfachen und kurzen Wegen. Während Nici sich mit Ihrer Kamera im Wald vergnügte, wurde der erste Kandidat startklar gemacht: Anlegen des Geschirrs und der Schleppleine. Dann ging es an das “Anriechen”. Hierbei wird dem Hund eine Geruchsquelle (in unserem Fall ein nach Nici riechender Gegenstand in einem Gefrierbeutel) der zu suchenden Person so vor die Nase gegeben, wie der Hund diesen Geruch am besten aufnehmen kann. Bei fortgeschrittenen Hunden reichen auch andere Gegenstände oder z.B. der Türgriff eines Autos. Wichtig ist, dass - gerade bei Anfängern - der Geruchsgegenstand nicht von anderen “kontaminiert” wird. Dann ist es soweit. Es wird das Startsignal für den Hund gegeben (z.B. “Trail”) und der Hund macht sich auf die Suche. Hierbei entwickelt jeder Hund seinen ganz individuellen Stil. Der eine läuft in Schlangenlinien und überprüft jede Seite, der andere hebt erst einmal die Nase in die Luft und macht sich dann auf den Weg.

 

Nachdem die “Schüler” alle mehrfach unterwegs waren - Nici musste nicht im Wald übernachten, sie wurde jedes Mal gefunden - durften Nici und Biene zeigen, wie ein Trail bei Fortgeschrittenen aussieht. Hierzu habe ich mich tief im Wald mit diversen Abzweigungen versteckt. Zusätzlich wurde Anja unterwegs als Ablenkung “ausgesetzt”. Ich hockte derweil im Busch und hoffte, dass Biene gleich um die Ecke kommen würde (und zwar schneller als das herangrollende Gewitter). Im Ergebnis haben mich beide gleichzeitig erreicht ;o)

 

Nach einer kleinen Regen-Zwangspause durften wir noch mal dem Profi zusehen. Unsere Kroete wurde sehr gut - über diverse Umwege - in einem Container versteckt. Kein Problem für Sally, den Profi- Suchhund von Klaus Hintze. Zum Abschluss des Tages durfte sich Anja noch mal verstecken, um von Sally gefunden zu werden. Als Geruchsgegenstand diente die Asche eines verbrannten Tempo- Taschentuchs, das Anja den Tag über bei sich getragen hatte. Es war sehr beeindruckend zu sehen, wie Sally ihren Job erledigte und selbstverständlich auch Anja aus dem Wald befreite.

 

Nach einem langen Tag fuhren alle Mensch-Hunde-Teams erschöpft und zufrieden nach Hause.

Am zweiten Tag wurde das Seminar in einem Wohngebiet fortgesetzt. Auch hier durften alle Teams mehrfach das Gelernte umsetzen. Aufgrund der vielen neuen Eindrücke, vorbeiziehenden Menschen, Hunde und Katzen sowie eines leichten Windes, hatten wir schon wieder eine ganz andere und für die Hunde schwierigere Situation. Zusätzlich war nun nicht mehr nur Nici die gesuchte Person, sondern die Teilnehmer wechselten sich ab. Aber auch hier nahmen wir alle wieder mit.

Aufgrund unserer farblich aufeinander abgestimmten Westen erregten wir in der Wohnanlage schon Aufsehen. So wurden wir sogar gefragt, ob es sich um eine Razzia handelt ;o) Wir konnten die Leute jedoch beruhigen und unser Seminar problemlos fortsetzen.

Nachdem alle Mensch-Hunde-Teams tätig waren, fuhren wir wieder in den Golfpark Weidenhof. Dort gab es noch eine Stärkung, bevor wir die aufgenommenen Videos analysierten. Bis dato konnten wir die Trails nur von hinten beobachten. Nun hatten wir die Möglichkeit, die Situationen aus einer anderen Perspektive zu sehen. Und das war unglaublich spannend und lehrreich!

 

Alles in allem: Ein großartiges und lehrreiches Wochenende. Ein Seminar, das wir in jedem Fall weiter empfehlen können. Und so überrascht es kaum, dass diese Gruppe weiterhin gemeinsam “trailen” möchte ;o)

Ein dickes Danke an Nici und Klaus für die tolle Organisation und das wirklich gelungene Seminar !!!  

Inga Schwarz und Motte